1911 geboren und gestern den Marathon geschafft

Von , 23. April 2012 12:12

Vor 2 Jahren, als ich gerade in Mitten der Vorbereitungen für meinen Halbmarathon in der Wachau steckte, habe ich über einen meiner Mentoren berichtet. Der damals 99-jährige Fauja Singh absolvierte den Halbmarathon in Luxemburg als ältester Finisher. Gestern ist Fauja Singh im Alter von 101 Jahren in London einen GANZEN Marathon gelaufen. Er schaffte die Strecke in unter 8 Stunden. Ich bin sehr beeindruckt und habe größten Respekt vor ihm, man stelle sich nur vor, dass dieser Mann 1911 geboren wurde.

Dagegen scheinen meine Highlights am Weg des heurigen Mega Marillenwind (1.000.000 Meter in 2012) geradezu glanzlos. Ich bin jedoch trotzdem glücklich, denn es sollte ja auch gar keine Highlights geben, sondern eher in Richtung Konsequenz und Kontinuität gehen. Einfach nur 2,74 Kilometer pro Tag. Ich wurde bereits gefragt, ob jeder Schritt mitberechnet wird, also auch der Gang zum Örtchen. Natürlich nicht. Nur ausgewiesene Trainingsmeter, die auch via GPS und Smartphone aufgezeichnet werden zählen dazu.

Also muss ich nun nach ein paar Tagen Trainingspause einen Rückstand von ca 100km wettmachen. Zum Glück nicht auf einmal sondern aufgeteilt über das restliche Jahr, aber es reichte um vergangenen Samstag eine Halbmarathondistanz in Angriff zu nehmen. Beim ersten Teil der Strecke ging es mir noch ziemlich gut, die letzten 4 Kilometer hatten es in sich. Meine Beine schmerzten aber ich war trotzdem glücklich diese Distanz mehr oder weniger aus dem Stand geschafft zu haben. Der Muskelkater hält sich in Grenzen und die nächsten Tage werden wieder konsequenter und in kleineren Dosen angegangen, ich habe es meinem Körper versprochen ;-)

Übrigens wurde ich vorige Woche zum Thema Marillenwind interviewt. Der Beitrag wird voraussichtlich im Sommer im Laufsport Marathon Magazin erscheinen.

Mega Marillenwind – 1. Quartal Kontinuität und Konsequenz

Von , 2. April 2012 12:35

1.000.000 Meter in einem Jahr zu gehen bedarf exakter Planung. So teilte ich die gesamte Distanz hoch motiviert und sehr erfolgreich in 4 gleich große Stücke. Und siehe da, es bleiben pro Quartal nur mehr 250.000 Meter bzw. 250 Kilometer zu gehen übrig, um das Projekt Mega Marillenwind 2012 erfolgreich abzuschließen. Sonst nichts, so einfach ist der Plan. Soweit die Theorie und nun zu Praxis.

Leider musste ich nach mittlerweile 3 Monaten feststellen, dass 3-4 Tage Trainingspause, eine ziemlich lange Strecke am darauf folgenden Trainingstag erfordern um im Plan zu bleiben. Somit ist die Übung der Kontinuität und der Konsequenz eine richtige Herausforderung.

Jede Trainingseinheit wird via GPS und der Software Runtastic exakt und live auf meinem Smartphone aufgezeichnet. Ihr habt die Möglichkeit, mich über das Runtastic Portal als kleinen runden Punkt über die Karte ziehen zu sehen und mich dabei mit unterschiedlichsten Motivationssounds live anzufeuern. Die Sounds werden sofort direkt auf meinem Handy wiedergegeben und ich sehe wer mich angefeuert hat und ich weiß dann natürlich auch wer mich nicht anfeuert :-D . Ein „gefällt mir“ auf Facebook während des Trainings löst ebenfalls einen Motivationssound am Handy aus. Da geht es sich dann natürlich fast von selbst. Vielen Dank für eure bisher sehr zahlreichen Motivationssounds ;-)

So jetzt wird es spannend, ihr wollt sicher wissen wie weit ich gerade bin. Also bisher sind es in den ersten drei Monaten insgesamt 241,04 km, die ich zurückgelegt habe. Somit bin ich nur 9 km hinter meinem Plan. Die Entfernung entspricht ca. der Strecke von Wien nach Gmunden am Traunsee. Insgesamt waren es bisher 34 Trainingseinheiten seit Jahresbeginn, ich war 42 Stunden 36 Minuten unterwegs und habe dabei knapp über 20.000 kcal verbrannt. Die längste Distanz die ich in einem Stück gegangen bin waren 18,1 km und die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit bei einer Trainingseinheit war 6,36 km/h.

Seit Anfang März ist mir zum Glück eine sehr hilfreiche Idee in den Sinn gekommen. Und zwar biete ich im Rahmen von walk and talk with Martin die Möglichkeit, mich bei meinem Vorhaben zu begleiten. Vielen Dank für die zahlreichen Anmeldungen, bisher wurden bereits 4 Walk and talk Termine durchgeführt und 11 weitere sind bereits geplant. Zumeist gehen wir ca. 1 Stunde bei mäßigem Tempo.

In ein paar Tagen ist jedoch ein „very long walk and talk“ mit Frido angesetzt. Wir haben vor, sehr zügig bis zum südlichen Ende der Donauinsel und zurück zu gehen. Das sind etwa 24 km. Es wird hart, aber ich mach mir keine Sorgen, denn Frido ist zum Glück nicht nur mein Sherpa (davon weiß er noch nichts), sondern auch ausgebildeter Sanitäter ;-)

Gerne nehme ich weitere Anmeldungen zu walk and talk with Martin entgegen. Wir gehen uns….

Mega Marillenwind: 28.3.2012 Done: 241 km ToDo: 759 km

Noch alle Probleme im Kopf?

Von , 19. März 2012 17:08

Geschüttelt nicht gerührt!

Stellen wir uns einmal für einen kurzen Moment vor, wir wären weder epiliert, noch geharzt oder rasiert, sondern hätten ein Fell. Also so ein richtig buschiges Fell. Und wir lieben es ins Wasser zu springen. Was passiert beim Verlassen des Wassers? Genau, das Fell hat sich mit tausenden Wassertropfen vollgesogen und erschwert uns die rasche Fortbewegung. Es macht uns träge.

Genauso könnte es mit einigen unnötigen Themen sein, die in unserem Gehirn herumschwirren. Je mehr es sind oder je schwerer die Tropfen, desto mehr belasten sie uns. Im Coaching erlebe ich immer wieder, dass Menschen aus unterschiedlichster Motivation heraus an diesen Dingen festhalten, obwohl sie selbst bereits bemerkt haben, dass ihnen dieses Festhalten gar nicht gut tut. Doch als wäre dies nicht schon genug, reissen sie noch mehr unnötige Themen an sich, sogar die von Anderen, um eine zusätzliche Komplexität zu erzeugen. Warum ist das sinnvoll, frage ich bewusst ironisch? Weil es dann einfacher ist sich selbst und anderen zu erklären, dass wenig weiter geht bei ihren eigenen Themen. Wichtig ist ihnen dabei zumeist, sehr beschäftigt und engagiert zu tun, denn operative Hektik verbirgt geistige Windstille.

Apropos geistige Windstille. Wenn Du eine Minute Zeit hast und nicht gerade ein Fahrzeug lenkst oder ein Flugzeug steuerst, dann probiere einmal folgendes Experiment zum Problem Abschütteln (getestet bei Problemen bis zur Größe 3).

  • Stell dir vor, dass deine Probleme wie Wassertropfen an deinem Körper haften
  • Entspanne deine Muskeln (bis auf die Schließmuskeln)
  • Öffne deinen Mund ein wenig und atme durch selbigen
  • Schüttle erst deinen Kopf und dann den restlichen Körper so, dass die Wangen ein Geräusch erzeugen und lasse gleichzeitig einen Aaaaaaaaa-Ton aus deinem Mund kommen
  • Achtung: wenn deine Ohren beim Schütteln vor deinen Augen auftauchen ist es zu intensiv
  • Wenn die Menschen in deiner Umgebung verstört wegblicken oder zu lachen beginnen, dann machst du es richtig :-)
  • Mache eine kurze Pause und frage dich, ob du eh noch alle Probleme im Kopf hast. Falls ja, dann beginne wieder bei Punkt 1, wenn du magst…
  • Wenn du hier angelangt bist, dann hast du möglicherweise ein paar deiner Probleme abgeschüttelt und vielleicht ein paar Neue dazubekommen, abhängig davon wo Du die Übung gemacht hast :-D

Ich wünsche noch viel Spaß beim Problem Abschütteln.

Walk and talk with Martin

Von , 6. März 2012 14:18

Wie bereits geschrieben verbringe ich heuer einen Teil meiner Zeit in der Natur. Statt im Stau in Richtung Fitness Center zu warten, gehe ich einfach hinaus und inhaliere firsche Luft. Österreich bietet hier jede Menge hervorragender und abwechslungsreicher Möglichkeiten. Nach mittlerweile 164 zurückgelegten Kilometern hat sich mein Körper (zumeist) an die Bewegung gewöhnt und ich könnte sogar schon sprechen, beim Gehen. Warum nur könnte? Weil ich es bis jetzt kaum getan habe. Das wird sich allerdings ab sofort ändern.

Sunset Walk im Waldviertel

Bei Walk and talk with Martin werde ich einen Teil meines Trainings, in etwa eine Stunde pro Woche, gemeinsam mit einer Person gehen.

Und wer ist die Person die mit Martin walked and talked? Das bist du, wenn du willst. Begleite mich ein Stück bei meinem 1.000.000 Meter Projekt Mega Marillenwind.

Worüber reden? Wonach uns gerade ist.

Wie viel reden? So viel wir möchten. Vielleicht schweigen wir auch einfach, während wir gehen.

Wo findet es statt? Zumeist in Wien, manchmal auch außerhalb.

Was kostet das? Eine Stunde gemeinsame Zeit.

Warum gibt es Walk and talk with Martin? Zu Fuß 1.000.000 Meter in einem Jahr zurückzulegen benötigt ein paar Stunden. Einen Teil meiner Zeit lausche ich dabei der Natur, einen Teil davon höre ich Podcasts oder Hörbücher und den dritten Teil werde ich ab sofort im Rahmen von Walk and talk with Martin verbringen und darauf freue ich mich ganz besonders. Also, wer Lust hat schreibt mir einfach, denn wer früher schreibt kommt früher dran, es gibt ja nur einen Platz pro Woche.

Wie melde ich mich an? Kontaktiere mich einfach und wir machen uns dann einen Termin aus.

Online Coaching – Ein Blick hinter die Kulissen.

Von , 23. Februar 2012 15:21

Online Kommunikation – Das Aus für Kondensstreifen?

Vor etwa einem Jahr habe ich für Coachs, Berater und Trainer der ICF (International Coach Federation) einen Vortrag zum Thema Online Coaching gehalten. Online Coaching – Das aus für Rauchzeichen? War damals meine Einstiegsfrage.

Mittlerweile wurden einige Rettungsschirme gespannt und ein paar tripple Buchstaben sind verloren gegangen. Unternehmen haben zunehmend den Bedarf, Formen und die Kosten der Kommunikation zu optimieren. Ein wesentlicher Faktor ist dabei, Reisezeiten und Reisekosten einzusparen. Die Notwendigkeit Menschen wegen eines Meetings um den Globus fliegen zu lassen wird immer öfter hinterfragt. Mehr und mehr Meetings finden im Netz statt. Online Kommunikation – Das Aus für Kondensstreifen? Könnte man heute fragen.

Ich freue mich am 1.3.2012 um 20:00 in meinem gemütlichen Bürosessel am Fuße des Wiener Donauturms zu sitzen, im Dialog mit einer Dame in Frankfurt am Main, beobachtet von einer derzeit noch unbekannten Anzahl an neugierigen Menschen aus welchen Ländern auch immer.

Wer ist sie nun diese Dame?

Sie ist eine sehr geschätzte Coaching Kollegin, die ich seit vielen Jahren kenne und zwar Shailia Stephens-Würsig. Shailia wird mich im Rahmen ihrer Webinar Serie Hero Coaches zum Thema Online Coaching interviewen. Live im Netz versteht sich und ihr könnt gerne dabei sein. Jene von euch, die mich schon in einem Online Coaching erlebt haben, vermuten jetzt sicher schon, wie das ablaufen wird – nö, so nicht ;-) Diesmal gibt es einen anderen Blickwinkel und zwar den Blick hinter die Kulissen – quasi The Making of Online Coaching. Bei dem Interview werde ich gerne, im Rahmen eines Webinars welches Shailia kostenlos ermöglicht, Rede und Antwort stehen. Interessant könnte es für all jene sein, die überlegen eine ortsunabhängige Kommunikationsform einzusetzen, sei es zum Austausch im Unternehmen, im Dialog mit Kunden, zur Weiterbildung oder auch als Anbieter von beratenden Dienstleistungen, Coachings, Trainings etc.

Soviel verrate ich schon: Die Formen und Möglichkeiten sowie der Mehrwert ist enorm. Ich freue mich auf dieses Webinar bei dem ich Erkenntnisse und Erfahrungen, die ich im Laufe der Jahre sammeln durfte, weitergeben werde. Neben dem Interview wird es auch Platz für Fragen geben. Also am besten gleich hier anmelden.

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